Zahncheck vor dem Tauchurlaub

Zahncheck vor dem Tauchurlaub

Gewissenhafte Tauchurlauber prüfen vor dem Urlaub Ihre Ausrüstung und gehen zur sportärztlichen Untersuchung. Doch das reicht nicht aus. Ein Zahnarztbesuch wird von Experten dringend empfohlen, denn defekte Füllungen können beim Tauchen schnell zu großen Schmerzen führen.

Zahnprobleme beim Tauchgang

Wer aufgrund einer defekten Füllung schon einen Tauchgang oder gar den Urlaub abbrechen musste, hat eine äußerst schmerzhafte Erfahrung gemacht. Daneben können auch nicht abgeschlossene unvollständige Wurzelkanalbehandlungen, zu dünner Zahnzement oder Zahnersatz Probleme bereiten. Der Grund: Unter Wasser nimmt der Druck auf den Körper deutlich zu.

Schon nach 10 m sind Taucher einem doppelt so hohen Druck wie an Land ausgesetzt. Im Körper eingeschlossene Hohlräume werden zusammengedrückt. Umgekehrt dehnt sich die unter Druck gestauchte Luft beim Aufstieg aus 30 m Tiefe bis zur Oberfläche um das Vierfache aus.

Warum entstehen Hohlräume?

Luftgefüllte Hohlräume im Mund entstehen durch Spalten in älteren Füllungen, kariöse Stellen, nicht exakt sitzenden Zahnersatz, unvollständige Wurzelkanalbehandlungen oder dünnen Zahnzement. Auch ein gezogener Zahn oder eine kieferchirugische Behandlung können Gas im Gewebe einschließen.

Auslöser für die Schmerzen sind zumeist die Kieferhöhlen, da sie dicht an den oberen Backenzähnen liegen. Der Druck überträgt sich direkt auf die Zahnwurzel. So können die unterschiedlichen Druckbelastungen bei einem Tauchgang ausreichen, um Füllungen zu lösen, einen Zahn zu brechen oder sogar explodieren zu lassen.

Zahnprothesen herausnehmen

Durch unnatürlichen Druck auf die vorderen Zähne werden die hinteren Zähne abgehoben. Das Gebiss verrutscht, es kommt zu Reizungen und Schmerzen. Auch Teilgebisse können sich leicht verschieben. Oft ist eine Korrektur der Anpassung erforderlich, in einem Notfall besteht die Gefahr, dass die Prothese verloren geht oder gar in die Atemwege gerät.

Herausnehmbare Gebisse sollten während des Tauchgangs herausgenommen werden. Eine Ausnahme besteht lediglich bei Teilgebissen, die mit Klammern oder anderen Halterungen an benachbarten Zähnen befestigt sind.

Die Erklärung: Der für die Luftversorgung nötige Atemregler wird mit den Zähnen festgehalten. Häufig schieben Taucher ihren Unterkiefer vor, um das Mundstück greifen zu können. Dies führt vor allem bei Prothesenträgern zu Problemen.

Tipp: Pause nach Zahnbehandlung

Sind Tauchurlauber nicht sicher, ob eine Schädigung ihres Zahnersatzes oder ihrer Füllungen vorliegen gibt eine Röntgenuntersuchung Gewissheit über mögliche Probleme. Nach einer Zahnbehandlung mit lokaler Betäubung sollte 24 Stunden nicht getaucht werden. Bei kieferchirugischen Behandlungen beträgt die Pause mindestens eine Woche.

Vereinbaren Sie jetzt noch vor Ihrem Urlaub einen Termin zum Tauch-Check bei Ihren Zahnärzten Dr. Tusch und Dr. Wehmer.

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