Was Sie über Zahnpasta mit Aktivkohle wissen müssen

Was Sie über Zahnpasta mit Aktivkohle wissen müssen

Schöne weiße Zähne und ein strahlendes Lächeln gehören heute zum Schönheitsideal und ist ein Statussymbol. Darum entwickelt die Kosmetikindustrie stetig neue Produkte für besonders schöne Zähne. Der neueste Hype gilt der schwarzen Zahnpasta mit der Geheimzutat Aktivkohle.

Was ist anders an schwarzer Zahnpasta?

Schwarze Zahncreme unterscheidet sich in der Regel nur um einen Inhaltsstoff von herkömmlicher Zahnpasta: Aktivkohle, die der Paste ihre auffällige schwarze Farbe verleiht. Die Vorteile der Kohlezahnpasta liegen laut Herstellern darin, dass sie Zahnverfärbungen ohne Schmirgeleffekt besonders gut entfernt. Zudem soll die Aktivkohle den Effekt für weißere Zähne bringen und im Vergleich zu aufhellenden Zahncremes deutlich schonender sein, da die Kohle eine absorbierende Wirkung haben soll. Herkömmliche Zahnpasten entfernen die Beläge durch Abschmirgeln, Aktivkohle hingegen durch Absorption.

#1 Aktivkohle ist meist Holz- oder Torfkohle

Bei der Kohle, die für unser Wohlergehen und Aussehen verwendet wird, handelt es sich meistens um Holz- oder Torfkohle. Aktivkohle zeichnet sich durch eine hochporöse Struktur aus, was sie wie einen Schwamm Giftstoffe und Bakterien anziehen lässt.

#2 Kohlezahnpasta wirkt nach dem Schwamm-Prinzip

Die Idee hinter der schwarzer Zahnpasta, basiert auf dem Schwamm-Prinzip: Schmutzpartikel und Bakterien werden durch die hohe Aufnahmefähigkeit der Aktivkohle gebunden und die Zähne auf diese Weise gründlich gereinigt.

#3 Die Wirkung von Zahnpasta mit Kohle ist umstritten

Aktivkohle unterscheidet in ihrer Aufnahmefähigkeit nicht zwischen gut oder schlecht, sondern nimmt einfach alles auf. Wenn du dir also mit Aktivkohle-Zahnpasta die Zähne putzt, würden auch helfende Bakterien aufgenommen. Wieder andere Kritiker behaupten das genaue Gegenteil und bemängeln, dass Kohlezahnpasta aufgrund ihrer vielen Inhaltsstoffe gar nicht mehr aufnahmefähig sei.

#4 Nicht in jeder Kohlezahnpasta ist auch Kohle drin

Viele schwarze Pasten sind lediglich mit farbgebendem Ruß versetzt und enthalten gar keine Aktivkohle. Wie bei allen großen Beauty-Trends solltest du daher auch bei der Aktivkohle-Zahnpasta einen Blick auf die Inhaltsstoffen werfen und nach dem Wörtchen „charcoal“ suchen, dann ist definitiv auch Kohle enthalten. Lass hingegen die Finger von Produkten mit dem Inhaltsstoff „Carbon Black“. Hinter diesem Namen versteckt sich nämlich Industrieruß, der laut Internationaler Agentur für Krebsforschung als möglicherweise krebserregend eingestuft wurde.

#5 Schwarze Zahnpasta gibt’s nicht erst seit kurzem

Die Verwendung von Aktivkohle geht bis ins alte Ägypten zurück, wo Kohleseife zur Reinigung und Desinfektion verwendet wurde. In einigen Teilen Afrikas und Asiens putzt man sich teilweise noch heute die Zähne mit Asche und Kohle aus der Holzverbrennung.

Hält Aktivkohlezahnpasta, was sie verspricht?

Wissenschaftliche Belege für die Wirkung der schwarzen Zahnpasta sind so gut wie nicht vorhanden, da es kaum klinische Studien dazu gibt. Ökotest hat mehrere Zahncremes mit Aktivkohle eingehend getestet und das Ergebnis war weniger als befriedigend. Lediglich eine schwarze Zahnpasta könnte die Note befriedigend erreichen, jedoch ist dies weit von einem Beweis für die angepriesene Wirkung entfernt. Nach aktuellem Stand ist also nicht bewiesen, dass Zahnpasta mit Aktivkohle die Zähne wirklich schonender reinigt und für weißere Zähne sorgt. Hinzu kommt, dass die am Markt erhältlichen Produkte nicht gerade ein Schnäppchen sind.

Unser Fazit: Das Geld könnte auch sinnvoll in eine professionelle Zahnreinigung mit erwiesenen positiven Effekten investiert werden. Dazu beraten wir Sie gerne vor Ort!

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