Unser Zahnschmelz

Unser Zahnschmelz

Unser Zahnschmelz

Er ist die härteste Substanz unseres Körpers - unser Zahnschmelz. Dabei besteht er zu 96 Prozent aus Hydroxylapatit - eine Kombination aus Kalzium, Phosphat und diversen Hydroxygruppen. Mit einem relativen Härtewert von 5,0, auch bekannt als Mohswert, ist der Zahnschmelz härter als beispielsweise Eisen, welches lediglich einen Mohswert von 4,0 aufweist. Nur Diamanten bestehen aus einem noch härterem Material. Im menschlichen Körper sorgt der Zahnschmelz schließlich dafür, dass das darunter liegende Zahnbein vor Angriffen durch Säure oder Zucker geschützt bleibt. Der Schutzmantel ist dabei nur 50 Millionstel Millimeter dick und muss dementsprechend gut gepflegt werden. Wird die Pflege vernachlässigt, kann der Schutzmantel durchbrochen werden und säure- oder zuckerhaltige Getränke greifen den Zahn an - es kommt zur Karies.

Wie kann ich den Zahnschmelz schützen?

Der größte Schutz, den man seinem Zahnschmelz bieten kann, ist in erster Linie eine gesunde Ernährung. Dabei sollten zuckerreiche Getränke oder Snacks vermieden und durch mineralstoffreiche und säurearme Lebensmittel ersetzt werden. Natürlich spielt auch die tägliche und gründliche Zahnpflege eine große Rolle bei der Prophylaxe einer möglichen Erosion - so nennen Zahnärzte einen Schaden am Zahnschmelz, zum Beispiel durch Aufweichen des Schmelzes. Verschiedene Zahncremes verfügen über Flourid, welches nachweislich den Zahnschmelz härten kann und so für weniger Angriffsfläche bei Säurezufuhr durch beispielsweise Getränke sorgt. Auch ein Flourid-Gel, welches nach dem Zähneputzen aufgetragen wird, stärkt den Zahnschmelz weiter. Wichtig ist, dass dem Körper nicht zu viel Flourid zugeführt wird, indem beispielsweise zusätzlich Tabletten mit Flourid verabreicht werden. Es kann hierbei zu einer sogenannten Flouridvergiftung kommen, welche durch Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen symptomatisch ist. Lebensmittel welche den Erhalt des Zahnschmelzes begünstigen sind unter anderem Milch- und Käseprodukte. Durch die große Menge an Kalzium werden nicht nur die Knochen, sondern auch der Schutzmantel unserer Zähne stärker. Eine frühzeitige Behandlung mit Flourid, regelmäßige professionelle Zahnreinigungen sowie eine gesunde Ernährung sind also unabdingbar. Denn ein zu sehr angegriffener Zahnschmelz kann nicht wiederaufgebaut werden - oder doch?

Chinesisches Gel soll neuen Zahnschmelz entstehen lassen

Forscher der Zhejiang Universität in China haben ein Gel entwickelt, welches die Härte der gegenwärtigen Materialien für den Zahnschmelzersatz deutlich übertrifft. Das Gel besteht ebenfalls aus Kalzium und Phosphat - und soll sich im Zahnschmelz ohne Lücke einfügen. Der neue künstliche Zahn­schmelz besitzt nicht nur die gleichen Eigenschaften sondern auch den gleichen Härtegrade und die gleichen Reibungseigenschaften wie natürlicher Zahnschmelz. Die Schichtdicke liegt bei etwa drei Mikrometern. Sollte man nun planen, den Schmelz eines Zahnes wieder herzustellen, müsste dieser Vorgang 400 Mal wiederholt werden. Auch ist das Gel gesundheitlich nicht unbedenklich, denn es enthält verschiedene Lösungsmittel. Bei der Anwendung könnten Kristalle in die Atemwege gelangen.

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