Mundgeruch und seine Ursachen

Mundgeruch und seine Ursachen

Es ist ein durchaus unangenehmes Thema und im weitesten Sinne auch immer noch ein Tabu innerhalb der Gesellschaft. Mundgeruch kann, besonders bei Rendezvous oder bei Vorstellungsgesprächen, zum Killer und im weiteren Verlauf ein lästiges Leiden werden. Natürlich kann Mundgeruch behandelt werden, doch müssen Ursachen für jeden individuell erörtert werden. Ein großer Zusammenhang besteht oft zwischen Zahnerkrankungen im Mundraum und der Mundhygiene. Doch auch Stress, das Rauchen, oder das Trinken von Alkohol, Entzündungen der Nasennebenhöhlen oder dem Rachen können den Mundgeruch begünstigen. Am Ende wird sogar häufig diskutiert, ob der Geruch im Magen entsteht oder im Mundraum.

Untersuchungen und Ursachen

Die häufigste Ursache von Mundgeruch sind anaerobe Bakterien. Diese fangen mit der Zeit an, organische Substanzen, wie Speichel und Essensreste, zu zersetzen. Daraus resultiert, dass sich Gase wie Schwefelwasserstoff, Methylmercaptan oder Dimethylsulfid bilden, was einen unangenehmen Geruch zur Folge hat. Da die Zunge rund ein Viertel der Oberfläche des gesamtes Mundraumes einnimmt, können sich die Bakterien hier am besten verbreiten. Abhilfe können Zungenschaber und -bürsten schaffen, mit welchen nicht nur die Bakterien in geringer Population gehalten, sondern auch der Mundgeruch vermieden werden kann. Beachten sollte man, dass man nicht zu fest auf der Zunge bürstet und diese Art der Reinigung vor dem eigentlichen Zähneputzen statt findet. Natürlich gibt es zahlreiche weitere Ursachen einer Halitosis, so der Fachbegriff in der Zahnmedizin. Probleme mit den Nasennebenhöhlen sowie den Bronchien oder den Lungen können ein Auslöser sein, denn auch hier fühlen sich die genannten Bakterien wohl. Ursachen lassen sich auch in Magen- und Darmerkrankungen finden. Eine Gastritis, eine Über- oder Untersäuerung des Magens oder eine erhöhte Durchlässigkeit des Dünndarms sind alles mögliche Erklärungen. Faktoren wie das Schnarchen, Fasten, Stress oder sogar eine falsche Atmung können die Bildung von Mundgeruch zusätzlich fördern. Aus diesem Grunde macht es Sinn, ihren Zahnarzt darauf anzusprechen - er wird Ihnen eine individuelle Behandlung empfehlen.

Behandlung und Tipps

Wenn Kräuterbonbons oder Lutschpastillen keine Dauerlösung mehr sind, muss gehandelt werden. Aus zuvor genannten Gründen ist eine allgemeine Therapie nicht möglich. In erster Linie sollte die Basispflege regelmäßig und intensiv beachtet und umgesetzt werden. Das zweimalige Zähneputzen pro Tag, Zahnseide, Interdentalbürsten und Mundspülungen helfen zumeist schon aus. Auch eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung bei ihrem Zahnarzt sollte dringend terminiert werden. Falls Ihre Mundhygiene jedoch optimal ist, müssen andere Ursachen ausgeschlossen werden. Hierbei sollten Fachärzte Erkrankungen außerhalb des Mundraumes ausschließen. Ein Besuch in einer Schwerpunktpraxis für Gastroenterologie, sollte ebenso geplant werden wie ein Besuch bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt, welcher den Rachen sowie die Nase untersuchen kann. Wenn die Ursache schließlich gefunden ist, ist eine Therapie meist kein Problem mehr.

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