Stressfaktoren: Was unseren Zähnen schadet

Stressfaktoren: Was unseren Zähnen schadet

Wenn wir an unsere Zähne denken, fallen uns bezüglich der negativen Faktoren meistens spontan die Schlagworte Karies und Zucker ein. Dabei gibt es weitaus mehr Faktoren, welche die Zähne "stressen" und ihnen auf Dauer schaden. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die häufigsten Stressfaktoren für unsere Zähne.


Rauchen lässt die Zähne wackeln


Kaum ein Patient weiß es: Wer über einen längeren Zeitraum hinweg täglich bis zu zehn Zigaretten raucht, hat nach jüngsten Forschungen im Durchschnitt ein dreifach erhöhtes Parodontose-Risiko. Das zerstörte Immunsystem der Mundhöhle bedingt tiefere "Taschen" im Zahnfleisch, einen stärkeren Abbau des Kieferknochens und erheblich schlechtere Heilungschancen. Anders als bei Nichtrauchern bleiben bei Rauchern Frühwarnzeichen auf Parodontose wie Blutungen des Zahnfleischs und Schmerzen aus.

Darüber hinaus steigt die Gefahr, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, bei Rauchern auf bis das Vierfache im Vergleich zu Nichtrauchern. Bei gleichzeitigem Alkoholkonsum liegt dieses Risiko sogar beim bis zu Fünfzehnfachen.

 

Wenn die Zahnbürste zur "Waffe" wird


Starker Zigarettenkonsum ist ein Stressfaktor für die Zähne – der ruppige Umgang mit der Zahnbürste ein anderer. Muskelspiele sind beim Zähneputzen unangebracht. Wer beim täglichen Putzen kräftig schrubbt und drückt, fördert den Abbau der "harten" Zahnsubstanz und des Zahnfleisches. Auch die falsche Putztechnik führt zu diesen unerwünschten Nebenwirkungen.

Abhilfe schaffen kann hier zum Beispiel eine elektronische Zahnbürste, welche keinerlei eigener Putzbewegungen bedarf und den richtigen Druck verschafft. So kann man die Bürste die Arbeit machen lassen, während man sich selbst zurücklehnt.

 

Sauer macht lustig – und die Zähne krank


Ein typisches Beispiel für eine nicht auf Bakterien beruhende Schädigung des Zahns: Der Zahnschmelz wird durch säurehaltige Nahrungsmittel aufgeweicht und dadurch angreifbar. Ein leckerer, grüner Apfel gehört beispielsweise zu den Speisen, die im Mund ein saures Milieu verursachen. Neben Äpfeln zählen andere saure Obstsorten, Zitronenlimonaden, Fruchtsäfte, Essig oder Joghurt zu den säurehaltigen Nahrungsmitteln.

Um zu vermeiden, dass nach dem Verzehr eines Apfels der aufgeweichte Zahnschmelz abgetragen wird, sollte man mit dem Putzen der Zähne ca. eine Stunde warten. Außerdem kann man vorbeugend fluoridhaltige Zahnpasta verwenden oder mit direkt aufgetragenen Fluoridpräparaten eine dünne Schutzschicht auf der Zahnoberfläche bilden.

Eine andere Ursache für ein säurehaltiges Milieu im Mundraum kann häufiges Erbrechen sein. Das ist beispielsweise bei Bulimie der Fall. Durch das Erbrechen sind die Zähne bulimischer Patienten besonders häufig der starken Säure des Magen ausgesetzt. Die Mundhöhle ist deutlich säurehaltiger als bei gesunden Menschen.

Die Folgen zeigen sich schon nach kurzer Zeit: die Schneidekanten der Front- und Eckzähne im Unterkiefer weisen typische Mulden auf. Nach zwei Jahren werden auch im Oberkieferbereich starke Veränderungen vor allem an den Schneidezähnen beobachtet: Im fortgeschrittenen Stadium kann es gar zu Verkürzungen der Schneidekanten kommen.

 

Vernachlässigen von Mundhygiene und Prophylaxe


Zweimal täglich drei Minuten lang die Zähne putzen und davor die Zahnzwischenräume reinigen: Das ist die zahnmedizinische Empfehlung für gute Mundhygiene im Alltag. Dazu kommen die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt, die jeder Versicherte einmal pro Halbjahr wahrnehmen sollte. Das klingt nicht nach viel Zeitaufwand. Dennoch bleiben bei übermäßigem Stress gerade die kleinen, aber wichtigen Dinge des Lebens auf der Strecke. Deshalb steht auch das Vernachlässigen von Mundhygiene und Prophylaxe als wichtiger Punkt auf dieser Liste!

Da fällt Ihnen ein, wie lange Sie schon einen Termin vereinbaren wollten? Unter 0541 - 72620 gönnen Sie Ihren Zähnen eine Anti-Stress-Behandlung. Wir freuen uns auf Sie!

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