Die Online-Sprechstunde als sinnvolle Alternative?

Die Online-Sprechstunde als sinnvolle Alternative?

Die Digitalisierung nimmt weiter ihren Lauf. Das muss in erster Linie nicht immer etwas Schlechtes sein. Durchaus können Technologien dafür sorgen, dass Vorgänge schneller und vor allem unbürokratischer ablaufen. Die Zeitersparnis sowie die Schonung von Ressourcen sind ein brauchbarer und wichtiger Nebeneffekt. Auch Arztpraxen sind Teil der Digitalisierung, was sich bereits in vielen Behandlungen bemerkbar macht. Dass die Sprechstunde nun ebenfalls digitalisiert werden soll, sorgt für Gesprächsstoff. Nach einer Umfrage der Stiftung Gesundheit unter 10.000 Medizinern, stehen rund 50% aller Ärzte der Online-Sprechstunde positiv gegenüber und können sich ein Angebot für ihre Patienten durchaus vorstellen. Doch welche Behandlungen sind hierbei sinnvoll und wie steht es um die technischen Voraussetzungen?

Technische Voraussetzungen

In erster Linie wirkt es befremdlich, seinen Arzt aus dem privaten Eigenheim über einen Bildschirm zu sehen und sein Anliegen in ein Mikrofon zu sprechen. Doch so exotisch ist es eigentlich gar nicht mehr. Kommuniziert wird über einen Anbieter für Videodienste, welcher zertifiziert für eine sichere Verbindung sorgt. Die Praxis vergibt dabei einen Termin, sowie einen sechsstelligen Code, mit welchem sich der Patient beim Videoanbieter anmelden muss. Beide Seiten benötigen einen Internetanschluss, ein Mikrofon, Lautsprecher, eine Webcam sowie ein internetfähiges Gerät. Tablets, Laptops und Handys verfügen bereits standardmäßig über all diese Funktionen, weswegen sich eine Odyssee in technischen Sphären für ungeübte Nutzer wohl erübrigt. Doch was bei manchen Ärzten tadellos funktionieren würde, lässt sich beim Zahnarzt nur in Teilen umsetzen. So können aus technischen Gründen keine Untersuchungen im Mundraum gemacht werden – ohnehin käme das für seriöse Ärzte wohl nicht infrage. Viel mehr können Nachuntersuchungen, Röntgenbefunde und weiteres Vorgehen innerhalb einer Behandlung von praxisbekannten Patienten am Bildschirm besprochen werden. Die Vorteile für die Patienten und die Praxis sind dabei nicht von der Hand zu weisen. 

Viele Vorteile – für beide Seiten

Der Mehrwert einer Online-Sprechstunde muss gegeben sein, damit sie überhaupt als Möglichkeit gesehen wird. Praxen sparen sich das Auf- und Nachbereiten des Behandlungsraumes – und somit Arbeitszeit der Mitarbeiter, welche an anderer Stelle womöglich dringender sein könnte. Ebenso werden Hygienemittel sowie Raum- und Parkplatzkapazitäten eingespart. Die Patienten sparen ebenfalls Zeit, können außerdem das Auto oder das Fahrrad stehen lassen, da An- und Rückfahrt wegfallen und auch das Warten im Wartezimmer entfällt. Bei einer Umfrage der Bitkom empfinden 53% der Befragten dieses als größten Vorteil. 43% sehen in der Online-Sprechstunde den Vorteil, dass die Gefahr sich im Wartezimmer anzustecken wegfällt. Ein Drittel freut, dass die Anfahrt entfällt und 17% sehen als Vorteil, dass man bei Krankheit das Haus nicht mehr verlassen muss. Doch eines steht fest – wichtige Behandlungen müssen weiterhin von Fachpersonal mit professionellen Instrumenten in hygienisch einwandfreien Räumen stattfinden. Eine Untersuchung bei Schmerzen kann nicht über das Internet stattfinden.

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