Die Mythen der Zahnmedizin

Die Mythen der Zahnmedizin

Jeder von uns hat bestimmt schon diverse Geschichten über unsere Zähne oder den Zahnarztbesuch gehört. Ist es wirklich nötig, sich drei Mal am Tag die Zähne putzen? Ist zuckerfrei besser für unsere Zähne? Wird Karies vererbt? Sind Kaffee und Nikotin tatsächlich die schlimmsten Feinde unserer Zähne? Und was ist mit schwarzem Tee? Putzen elektrische Zahnbürsten besser als normale Handzahnbürsten und warum verliert die Frau pro Schwangerschaft einen Zahn? Wie alt diese Behauptungen sind, wo sie herkommen und wer sie aufgestellt hat bleibt ein Rätsel, doch sicher ist, dass selbstverständlich einige dieser Erzählungen in das Reich der Fabeln verbannt werden können. Wir haben unter die Lupe genommen, welche Mythen stimmen und welche völlig außer Acht gelassen werden sollten.

 

Das Erbe aus dem Mundraum

 

Dass man Karies von den Eltern erben kann stellt bereits unsere erste Märchengeschichte dar. Karies wird nicht vererbt und stellt in der Medizin eine bakterielle Infektion dar. Auch werdende Mütter können beruhigt aufatmen, denn der vermeintliche Zahnverlust in der Schwangerschaft kann natürlich vermieden werden. Es ist jedoch bewiesen, dass sich die Durchblutung des Zahnfleisches in einer Schwangerschaft verändert und sensibler wird, was häufig zu Zahnfleischbluten führt. Auch der Speichel nach der Geburt des Kindes weist Veränderungen in seiner biochemischen Struktur auf. Des Weiteren kommt es häufig zu Übelkeit und Mütter müssen sich besonders beim Start einer Schwangerschaft übergeben. Daraus folgt, dass der Zahnschmelz mit viel Magensäure zu kämpfen hat und Karies ein potentiell größeres Risiko darstellt. Kein großes Risiko für Karies besitzen diejenigen, die sich drei Mal am Tag die Zähne putzen - dabei reichen zwei ausführliche Putzvorgänge am Morgen sowie am Abend vor dem Zubettgehen völlig aus - das dritte Mal ist hierbei eher als Fleißsternchen anzurechnen. Doch Vorsicht - putzen Sie nicht direkt nach den Mahlzeiten sondern spülen sie ihren Mund mit lauwarmen Wasser aus und warten sie eine halbe Stunde mit dem Putzen ihrer Zähne.

 

Kaffee, Tee, Kaugummi?

 

Kaffee und schwarzer Tee können zu besonders unschönen Verfärbungen führen. Diese müssen anschließend in einer professionellen Zahnreinigung aufwändig entfernt werden. Ansonsten stellt der Verzehr von Kaffee oder Tee jedoch keinen Nachteil dar - ganz im Gegenteil. Neben dem besonders für den Zahnschmelz optimalen Mineral Fluorid befinden sich im schwarzen Tee außerdem Tannine. Ein Bitterstoff der in der Lage ist das Enzym Amylase im Speichel zu hemmen. So kann Stärke nur schwer zu Zucker umgewandelt werden. Auch Kaugummis genießen den Ruf, das konventionelle Zähneputzen zu ersetzen - doch das stimmt keinesfalls. Sie können jedoch für eine angenehme Mundhygiene unterwegs sorgen. Das Zähneputzen bleibt uns aber nicht erspart - bleibt nur die Frage, ob mit elektrischer oder der normalen Handzahnbürste, womit reinigt man gründlicher? Es kommt auf die Anwendung des Benutzers an. Reinigt dieser umfänglich, präzise und lang genug, kann die Handzahnbürste gleiche Ergebnisse wie eine elektrische Zahnbürste erzielen.

 

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